Die Anfänge der Bikerweste waren meist Jeansjacken denen die Ärmel abgetrennt und die wild mit Nieten oder Abzeichen geschmückt wurden. Auf dem Rücken wurde die Zugehörigkeit der Clubs mit einem Abzeichen (dem sogenannten Back Patch oder Colour) demonstriert. Die restliche so entstandene Weste zierten meist noch andere Abzeichen (Patches) die auf verschiedenen Treffen erworben wurden, außerdem auf der Frontseite meist noch Schilder oder Aufnäher mit den Spitznamen und dem jeweiligen Status der Person, vom Member bis zum Präsidenten oder Sekretär über den Road Captain (Der Routenplaner und Strassenkundige bei gemeinsamen Ausfahrten der Clubs). Diese Westen hatten jedoch gravierende Nachteile. Sie wurden durch Wind und Wetter, denen ein clubzugehöriger Motorradfahrer (früher Rocker heute kurz Biker) ausgesetzt war recht schnell abgenutzt und zerfielen regelrecht. Außerdem blieb jeder Schmutz an ihnen hängen und da es mehr oder weniger verboten war seine Weste (im Szenejargon Kutte genannt) zu waschen rochen sie auf auch nicht sehr gut. So kam es dazu das Leder in Mode kam.
Anfänglich wurden die Lederwesten zum Teil noch selbst gemacht indem einfach 3 Teile mit Lochnieten und Lederschnüren verbunden wurden aber findige Hersteller von Motorradbekleidung erkannten die Lücke und kreierten einen ganz eigenen Stil der Lederweste. Jeanswesten sind in dieser Szene heute extrem selten geworden. Diese Lederwesten sind praktisch immer schwarz. Die Seiten sind selten vernäht, meist sind sie nach wie vor mit Lochnieten und Lederschnüren verarbeitet. Das ergibt eine bessere Verstellbarkeit da diese Westen ja über der normalen Motorradkleidung getragen werden. Auch die Schultern können so verarbeitet sein. Im vorderen Bereich haben sie meist keine Knöpfe sondern sind oft mit Conchas verziert. Sie haben im Regelfall 2 kleine Taschen an der Vorderseite und häufig noch eine etwas größere Innentasche. Ihre Träger versehen sie nach wie vor mit den Abzeichen Ihrer Clubs.
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