Die Flower Power oder Love & Peace Bewegung der 60er und 70er Jahre drückte sich auf ganz andere Art aus und eine spezielle Form der Lederweste wurde Mode – diese wird heute auch gern als Retro bezeichnet. Es gab da 2 recht verschiedene Arten von Westen. Die eine Art entsprach ungefähr der einer Westernweste mit Fransen und Verzierungen aber sie waren bunter. Die andere Art wurde von den Schäfern übernommen und es waren Fellwesten die aus Schaffell gearbeitet waren. Die Felle wurde nach innen gedreht und die Rauhlederoberfläche nach außen. Man lies das Fell so dass es an den Ärmellöchern, dem Halsausschnitt und der Vorderseite zu sehen war. Auch sie waren gelegentlich verziert. Fransen brauchte man bei ihnen aber nicht, dafür gab es ja das Fell. Knöpfe besaßen beide Arten im Regelfall keine da sie meist offen getragen wurden. Manche besaßen Taschen, aber nicht.
Bei den an den Westernstil angelehnten waren die Taschen, sofern vorhanden, meist recht klein aber bei den Fellwesten konnten sie, wenn es sie gab, so groß sein das man bequem auch seine Hand unterbringen und wärmen konnte. Viele waren auch auf eine spezielle Art hergestellt: dem Patchwork – auf Deutsch Flickenarbeit. Dazu wurden viele kleine Lederstücke aneinander genäht. Die Nähte durfte oder sollte man dabei sehen können. Oft wurden auch verschiedene Lederarten oder –Farben verwendet was den daraus hergestellten Westen oft ein kunterbuntes Aussehen verlieh. Selbst bei den Fellwesten machte man dabei nicht Halt. Beide Arten kommen gerade wieder als Retro Style in Mode.
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