Bei den Western Westen oder Amerikanischen Westen unterscheiden wir 2 Formen von Westen: die eine war eine Herrenweste und wurde zu Mantel oder Jacke als Unterjacke getragen und entsprach im Wesentlichen der Anzugweste. Sie war aber wesentlich häufiger komplett aus Leder. Zum einem weil Leder dank der amerikanischen Rinder- und Büffelherden deutlich günstiger wurde und reichlich vorhanden war und zu Anderen weil Leder einfach beständiger ist und besser schützt. Ihre Optik änderte sich im Laufe der Zeit nur wenig und es gibt sie nach wie vor in der gleichen Form mit schräg ausgeschnittener Vorderseite und Knöpfen. Sie besaß die üblichen 2 Taschen vorn.
Die 2. Form sind Westen aus Wild-, Nubuk- oder Waschleder. Sie haben fast immer eine raue Oberfläche und sind den Kleidungsstücken der indianischen Ureinwohner Amerikas entlehnt. Sie sind oft gerade geschnitten und im Regelfall Hüftlang. Zumeist haben sie wenigsten Fransen an den Unterseiten, aber auch an den Ärmellöchern oder als zusätzliche Verzierungen am Rücken oder der Vorderseite. Sie haben Knöpfe oder aber einfach nur Lederschnüre zum Schließen werden aber meistens offen getragen. Sehr auffällig sind die meist sehr aufwändigen Glasperlenstickereien an der Vorder- und/ oder Rückseite. Auch Conchas (kleine meist runde verzierte Metallstücke die mit Lederstreifen befestigt werden) zieren sie oft. Ihre Farben sind meist Braun in verschiedenen Helligkeiten aber schwarz kommt auch recht häufig vor. Inzwischen gibt es, der Mode entsprechend, auch fast alle anderen Farben wobei die Braun Töne immer noch eindeutig überwiegen.
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